Kurzstrecke der Höflichkeit Ein interkultureller Blick auf Aufzug-Smalltalk in Deutschland, China, Japan und Südkorea
Die Türen schließen, es summt, es ruckelt – und plötzlich ist da nur noch: Stille. In einem deutschen Aufzug gehören diese Sekunden zwischen Erdgeschoss und dritter Etage schon mal zu den sozial heikelsten Momenten des Tages. Man steht dicht nebeneinander, schaut angestrengt auf die Stockwerksanzeige, sagt vielleicht ein knappes „Hallo“ oder ein schwer atmendes „Tschüss“ beim Aussteigen – und ist erleichtert, wenn sich die Türen wieder öffnen.