Asia Transfer · Einblicke
"Onigiri" von Yuko Kuhn
Ein zarter, kluger Debütroman über eine deutsch-japanische Mutter-Tochter-Beziehung, Erinnerung, Demenz und die Frage, wo man zu Hause ist.

Darum sollten Sie das Buch lesen: Weil Kuhn mit „sanfter Klarheit“ von Zwischenräumen erzählt – zwischen Kulturen, Generationen und Erwartungen. Es ist genau der richtige Roman für zwei freie Tage: unaufgeregt, präzise beobachtet, tröstlich.
Darum geht es: Aki reist nach dem Tod der Großmutter mit ihrer demenzkranken Mutter Keiko nach Japan – und erlebt, wie die Mutter in der Nähe ihrer Herkunft für Momente wieder klar wird. Ein stilles Heimkehr- und Mutter-Tochter-Buch zwischen Deutschland und Japan.
Starke Themen:
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Pflege & Demenz ohne Kitsch – sehr nah an der Realität vieler Familien.
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Identität und Zugehörigkeit: Was macht ein Leben zwischen zwei Ländern mit uns?
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Essen als Erinnerungsspeicher – ja, Onigiri sind hier mehr als Reisbällchen.
Fakten:
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Yuko Kuhn (1983, lebt in München) – „Onigiri“ ist ihr Debüt.
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Verlag: Hanser Berlin, Umfang: 208 Seiten, Erschienen: 22. Juli 2025, ISBN: 978-3-446-28311-4
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Auch als Hörbuch (knapp 6 Std., gelesen von Inka Löwendorf)
Für wen?
Für alle, die ruhige, genaue Gegenwartsliteratur mögen, Fans von Kim Thúy, Shokoofeh Azar oder Benedict Wells werden hier glücklich.
Lesen & Teilen:
Wenn Sie Bücher interessieren, die ohne laute Effekte berühren und noch Tage später Themen aufmachen – probieren Sie „Onigiri“. Und sagen Sie mir gern: Welches Essen schmeckt für Sie nach Zuhause?
Ich wünsche Ihnen interessante Lesestunden:
