Asia Transfer · Einblicke
"Der Fluch des Hasen" von Bora Chung
Eine Erzählsammlung, die souverän zwischen magischem Realismus, Horror und Science-Fiction pendelt – und dabei die Schattenseiten von Macht, Patriarchat und Kapitalismus seziert.

Kein „Grusel um des Grusels willen“, sondern intelligente, bissige Literatur, die lange nachhallt. Dass die englische Ausgabe (Cursed Bunny) 2022 auf der Shortlist des International Booker Prize stand, ist kein Zufall.
Warum lesen?
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Grenzgängerin der Genres: Chungs Geschichten sind überraschend, dunkel komisch und gesellschaftskritisch zugleich.
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Preisgekrönt & diskutiert: International viel beachtet seit der Booker-Shortlist – ideal fürs nächste Team-Leseclub-Thema.
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Koreanische Gegenwartsliteratur, die zupackt: Fabeln fürs 21. Jahrhundert – mit Ekelmomenten, aber auch Empathie.
Gut zu wissen
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Deutsche Ausgabe: CulturBooks, 264 Seiten, erschienen am 18.09.2023, Übersetzung: Ki-Hyang Lee.
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Neu im Taschenbuch: Seit 16.04.2025 bei Blessing/Penguin lieferbar.
Für wen?
Für alle, die Black Mirror mögen, aber literarischer lesen wollen; für Fans von kluger Kurzprosa, die Tabus nicht scheut – und für alle, die Lust haben, koreanische Stimmen jenseits des Mainstreams zu entdecken. (Und ja: Perfekt für ein langes, stilles Wochenende.)
Fazit: „Der Fluch des Hasen“ ist kein Wohlfühlbuch – es ist ein Weckruf. Unheimlich, radikal, hinreißend eigensinnig. Lesen, weiterdenken, darüber sprechen.
Über die Autorin: Bora Chung wurde 1976 in Seoul geboren. Sie studierte Slawistik (u. a. Yale und Indiana), lehrt heute an der Yonsei-Universität und übersetzt russisch-polnische Literatur ins Koreanische. Der Fluch des Hasen erschien 2023 in Korea, 2024 auf der Shortlist des International Booker Prize. Die deutsche Ausgabe, übersetzt von Ki‑Hyang Lee, wurde mit dem Leipziger Übersetzerpreis geehrt .
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