Asia Transfer · Einblicke
"Die zehn Lieben des Nishino" von Hiromi Kawakamis
Zehn Episoden, die sich wie Porträts zu einem Roman fügen. Perfekt dosiert für ein Wochenende. Leise, ironisch, zart – Kawakami vertraut ihren Figuren und Leser*innen.

Darum geht es: Zehn Frauen erzählen – jede mit eigener Stimme – von ihrer Beziehung zu Nishino, einem Charmeur, der Wünsche errät, Bindungen aber nie wirklich hält. Aus ihren Blickwinkeln entsteht das ganze Bild. Präzise, melancholisch, ohne Kitsch.
Über die Autorin: Geboren 1958 in Tokio; Abschluss am Ochanomizu Women’s College. Literarisches Debüt 1994 (Kamisama). Ausgezeichnet u. a. mit dem Akutagawa-Preis (1996, Hebi wo fumu), dem Tanizaki-Preis (2001, Sensei no kaban / Strange Weather in Tokyo) und dem Yomiuri-Preis (2015). Kawakami zählt zu Japans wichtigsten Gegenwartsautorinnen; ihre Bücher sind vielfach übersetzt und verfilmt (u. a. Nishino Yukihiko no Koi to Bōken, 2014).
Good to know: Original: Nishino Yukihiko no Koi to Bōken (Shinchōsha, 2003); verfilmt 2014 von Nami Iguchi.
Passt zu Ihnen, wenn … Sie „Strange Weather in Tokyo“ mochten, Figurenpsychologie über Plot stellen und literarische Miniaturen lieben.
Merksatz fürs Wochenende: Nicht Nishino ist das Rätsel – wir sind es, die ihn betrachten.
Ich wünsche Ihnen interessante Lesestunden:
